(Aus­zug aus der Ems-Zei­tung vom 01.07.2021)

Lathen. Das Unter­neh­men Schme­es Laden­bau aus Lathen setzt auf Robo­ter­tech­nik — und hat des­halb in eine voll­au­to­ma­ti­sche und welt­weit ein­zig­ar­ti­ge Plat­ten­sä­ge investiert.

Die Säge ver­fügt über einen inte­grier­ten Robo­ter und ist tech­nisch so aus­ge­legt, dass auch kleins­te Plat­ten und Bau­tei­le ohne Bedie­ner zuge­schnit­ten wer­den kön­nen. Welt­weit gibt es die­se Anla­ge nur sechs­mal, zuge­schnit­ten auf die indi­vi­du­el­le Fer­ti­gung von Bau­tei­len ist sie sogar ein­ma­lig, wie Unter­neh­mens­chef Nor­bert Schme­es in einer Mit­tei­lung des Unter­neh­mens sagt. Inves­tiert hat das Unter­neh­men dafür knapp eine Mil­li­on Euro.

Digi­ta­li­sie­rung ausgebaut

„Die neue Maschi­ne ermög­licht uns eine hohe Fle­xi­bi­li­tät in der Pro­duk­ti­on“, wird Geschäfts­füh­rer Schme­es zitiert. Zeit­gleich sei der Digi­ta­li­sie­rungs­grad in der Pro­zess­ket­te wei­ter erhöht wor­den. So sei die Anla­ge an ein Waren­wirt­schafts­sys­tem sowie an Pla­nung und Kal­ku­la­ti­on ange­schlos­sen. „Wenn einer unse­rer Mit­ar­bei­ter die Raum­ma­ße beim Kun­den per Laser auf­nimmt, erschei­nen die Daten gleich im Sys­tem. So kann pass­ge­nau in 3D geplant wer­den“, erklärt Mar­cus Mei­er, Pro­ku­rist bei Schme­es Ladenbau.

Die Ansich­ten des „zukünf­ti­gen“ Ladens, aber auch der Wand­ge­stal­tun­gen und wei­te­rer Details, wür­den foto­rea­lis­tisch erzeugt. „Wir set­zen mitt­ler­wei­le auch Vir­tu­al-Rea­li­ty-Tech­nik bei der Pla­nung der Laden­ein­rich­tung ein“, so Mei­er wei­ter. Der Kun­de kön­ne so sei­ne per­sön­li­che Laden­zu­sam­men­stel­lung digi­tal mit einer VR-Bril­le vor­ab erleben.

Die Anla­ge greift die benö­tig­ten Tei­le mit Saugnäpfen. 
Zeit­gleich neben der Pla­nung wer­den im Hin­ter­grund durch das neue Sys­tem voll­au­to­ma­tisch Stück­lis­ten und die Kal­ku­la­ti­on erstellt. „Das macht die gan­ze Pro­duk­ti­ons­ket­te trans­pa­rent und ver­mei­det Feh­ler“, so Schmees.

Jetzt, nach acht Wochen Mon­ta­ge und vier­wö­chi­ger Test­pha­se, sei die Anla­ge ein­satz­be­reit. Bis zu 800 Tei­le schaf­fe die Maschi­ne pro Schicht. Ein Vor­teil sei auch die direk­te Lager­an­bin­dung über eine inte­grier­te Kran­an­la­ge mit Saug­he­bern. Die Anla­ge beschi­cke sich selbst mit dem Mate­ri­al, wel­ches zuge­schnit­ten wer­den soll, erle­digt die Arbei­ten und lagert die fer­ti­gen Stü­cke auto­ma­tisch auf dafür bereit­ge­stell­te Kommissionierwagen.

Von der neu­en Anla­ge und dem hohen Digi­ta­li­sie­rungs­stan­dard könn­ten sich Besu­cher an einem im Sep­tem­ber geplan­ten Tag der offe­nen Tür über­zeu­gen, so Schme­es weiter.